Unser Wohn- und Betreuungsangebot:

Unser Wohnangebot richtet sich an Menschen, die von einer psychischen Erkrankung (im Sinne des § 53 SGB XII) betroffen sind und bedingt dadurch Hilfe benötigen. Unsere Wohngemeinschaft in der Kaiserstr. 31, mit insgesamt 18 Plätzen, wurde 1985 eröffnet. 1990 haben wir unser Angebot um 16 Plätze in der Kaiserstr. 23 erweitert.Im Vordergrund unserer Arbeit steht das Ziel, unseren Bewohnern eine geschützte Wohnmöglichkeit zu bieten, in der sie sich mit all ihren Stärken und Schwächen wohl fühlen können. Wir wollen die psychisch kranken Bewohner auf dem Weg zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung begleiten, sie in ihrer individuellen Entwicklung fördern und ihnen ein Höchstmaß an Selbstbestimmung ermöglichen. Bei unseren Hilfen geht es nicht nur um eine bloße Versorgung, sondern um die Förderung der Eigenkompetenz, also die Hilfe zur Selbsthilfe. Unsere Arbeitsweise wird dabei bestimmt vom christlichen Grundverständnis evangelischer Diakonie. Um eine professionelle Beziehungsgestaltung und bedarfsgerechte Hilfeplanung zu gewährleisten, arbeiten wir konzeptionell mit einem Bezugsbetreuer – System. Das heißt, jeder Bewohner wird während seines gesamten Aufenthaltes in unseren Wohngemeinschaften von einer festen Bezugsperson begleitet. Die Bezugsperson ist dabei Ansprechpartner für den Bewohner, für seine Angehörigen, den gesetzlichen Betreuer und andere Fachleute.
Unsere Hauptzielgruppe liegt bei den 18 – 45jährigen, die chronisch psychisch erkrankt sind und vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr selbständig leben können. Menschen, die eine primäre Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit aufweisen, können von uns nicht adäquat betreut werden. Personen mit anderen als seelischen Behinderungen, pflegebedürftige und stark körperbehinderte Menschen (z. B. Rollstuhlfahrer) können ebenfalls nicht aufgenommen werden.
Seit Februar 2006 können wir, durch eine der landesweit ersten Kooperation mit dem Betreuten Wohnen, auch ein betreutes Wohnen in der Kaiserstr. 26 anbieten. Diese neue Wohnform richtet sich insbesondere an die Menschen, die prinzipiell über alle Fähigkeiten zum selbständigen Wohnen verfügen oder diese in den Wohngemeinschaften erworben haben und trotzdem noch nicht bereit sind, den Schritt in eine eigenständige Wohnung zu wagen. Für viele Bewohner ist es daher sehr hilfreich und beruhigend, dass sie auch nach einem Wechsel in das Betreute Wohnen von ihrer vertrauten Bezugsperson weiterbetreut werden. Durch die Fortsetzung der bestehenden therapeutischen und sozialen Beziehungen, sollen die vorhandenen Ängste der Bewohner vor der Selbständigkeit abgebaut werden und eine dauerhafte Abhängigkeit von den Wohngemeinschaften vermieden werden.


Allgemeine Angebote

  • Allgemeine Lebensführung
    wie Einkaufen, Zubereitung von Zwischenmahlzeiten, Wäschepflege, Ordnung im eigenen Bereich, regeln von finanziellen und rechtlichen Angelegenheiten
  • Individuelle Basisversorgung
    wie z. B. Ernährung und Körperpflege
  • Gestaltung sozialer Beziehungen
    zu Mitbewohnern, Nachbarn, Angehörigen und Freunden
  • Teilnahme am kulturellen und gesellschaftlichen Leben
  • Kommunikation und Orientierung
    wie z. B. Kompensation von Sinnesbeeinträchtigungen sowie zeitliche und räumliche Orientierung
  • Emotionale und psychische Entwicklung
    wie Bewältigung von Angst, Unruhe, Spannungen, Antriebsstörungen, Interesselosigkeit und Apathie, Bewältigung paranoider affektiver Symptomatik, Umgang mit und Abbau von selbst- und fremdgefährdenden Verhaltensweisen, Bewältigung allgemeiner, persönlicher Probleme, Sinnfragen
  • Gesundheitsförderung und -erhaltung
    wie z. B. Ausführen ärztlicher oder therapeutischer Verordnungen, Absprache und Durchführung von Arztterminen, Beobachtung und Überwachung des Gesundheitszustandes, gesundheitsfördernder Lebensstil